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Mein lieber Hans

Feldbriefe einer Mutter 1914 - 1917




Das Buch enthält die über 100 Briefe, die Mutter Hinsch ihrem Sohn Hans im Laufe des Krieges schrieb. Enthalten ist bisher unbekanntes Fotomaterial von der Jagdstaffel 11 - Richthofen.
 

  (English Information) Bei diesem Buch handelt es sich um eine Sammlung der Briefe, die Anni Hinsch ihrem Sohn Hans Hinsch im Laufe des Ersten Weltkrieges schrieb. Die Sammlung der Briefe bietet verschiedenste Informationen: der Leser wird sowohl über die Verhältnisse in der Heimat, als auch solche an der Front informiert. Ihm werden familiäre sowie gesellschaftliche und auch wirtschaftliche Veränderungen vor Augen geführt - die ein menschliches Bild der damaligen Verhältnisse erlauben.

Hans Hinsch wurde am 30. März 1894 in Bremen geboren. Er gehörte der Wandervogel-Bewegung an, als am 01. August 1914 der Krieg ausbrach, der sich zum Weltkrieg ausweiten sollte.

Hans Hinsch kam im November 1914 als kriegsfreiwilliger Pionier an die Front; erst nach Frankreich, dann an die Galizienfront (1915).

Gab sein technisches Interesse den Ausschlag? Im Sommer 1915 meldete sich Hans Hinsch freiwillig zur noch jungen deutschen Fliegertruppe. Er wurde zum Flugzeugführer ausgebildet und kam ein Jahr später wieder an die Front. Er diente in verschiedenen Einheiten, zuletzt als Jagdflieger in der berühmten Jagdstaffel 11 unter der Führung des noch heute legendären Roten Barons - Rittmeister Manfred Freiherr von Richthofen.

Das Buch umfasst knapp 200 Seiten DIN A 5 Text und einige - bisher unbekannte - Fotos. Das Buch kostet 13,80 Euro und ist online erhältlich. Hinzu kommen noch Porto- und Versandkosten, in Deutschland sind das 1,70 Euro (Versandkosten ins Ausland werden jeweils einzeln geprüft).

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  Hier ein Textbeispiel: der Brief von 09. April 1917
Mein lieber Hans!

Nun haben wir an den Ostertagen doch Grüße von Dir erhalten, und wir waren froh darüber! Nach Deinem Fortgehen war mir's so öde und leer im Hause, dass ich gar nichts mit mir anzufangen wusste. Es war gut, dass mich die Vorbereitungen für unseren Osterbesuch in den nächsten Tagen von meinen Gedanken, die immer wieder zu Dir gingen, ablenkten. Also gestern Mittag kamen Tante Clara und Emmy, und jetzt erwarte ich Vater von der Bahn zurück, der sie zum acht-Uhr-Abendzuge nach der Bahn begleitete. Es waren gemütliche Festtage; das Wetter war zwar nicht besonders, aber Vater und Emmy sind doch an beiden Nachmittagen ein paar Stunden unterwegs gewesen. Welche Zeit Tante Clara und ich natürlich zum Klönen benutzten. Dass viel von Dir gesprochen wurde und dass mir von beiden viele, viele Grüße für Dich aufgetragen wurden, kannst Du Dir denken! Heute haben wir nun den Puter gegessen, an dem wir uns ja eigentlich mit Dir pflegen wollten. Der Mangel an Korn hatte ihn nicht üppig gedeihen lassen. Er wog ausgenommen nur vier Pfund, hat aber vorzüglich geschmeckt, schade, dass Du nicht mitessen konntest. Da die gute Tante Clara alles Mögliche mitgebracht hatte (Mehl, Brot, Mettwurst, Eier und ein halbes Pfund Butter) so haben wir nach heutigen Begriffen geschlemmt. Tante und Emmy haben mich so dringend gebeten, auf längere Zeit zur Erholung zu ihnen zu kommen, dass ich, wenn es wärmer wird, wohl auf einige Zeit nach Lübeck gehen werde. Tante behauptet, durch die Beköstigung nicht in Schwierigkeiten zu geraten, sie wollte mich schon gut pflegen, denn das hielte sie unbedingt erforderlich. An den enormen Kostenpunkt durfte ich dabei gar nicht denken. Ist das nicht mehr als geschwisterlich gehandelt? Von niemand sonst könnte ich in dieser schweren Zeit ein so großes Opfer erahnen.

Nun zu Dir. Die Reise hast Du ja sehr schnell vollendet. Wenn Du schon mittags in Douai warst, so bist Du doch wohl schon abends von Köln weitergefahren? Dass es Dir in der neuen Staffel gefällt, freut uns sehr, auch dass Dir die neuen Maschinen gefallen. Gebe Gott, dass Du sie immer mit Glück fliegen mögest und beherrschen. Wir haben in der Zeitung (die wir morgen für Dich bestellen werden) von den Luftkämpfen bei Douai und von dem Bombenabwurf auf die Stadt gelesen. Lasen auch, dass Freiherr von Richthofen sein 35. und 36. Flugzeug abgeschossen habe. Wir wünschen ihm so sehr, dass er immer unverletzt und siegreich bleiben möge. Bist Du dem Herrn schon vorgestellt? Oder besorgtest Du das selbst? Ist sein Bruder auch tüchtig? Aber natürlich, sonst wäre er nicht in der Jagdstaffel 11.

Du, Hansel, der Unfall des Herrn Zorer tut uns sehr leid. Wenn die Kniescheibe schwerer verletzt ist, kann er am Ende ein steifes Bein behalten und das wäre doch sehr schmerzlich. Wenn Du ihn besuchen kannst, wünsche ihm bitte gute Genesung von uns. Wie ist denn das passiert? Wie hat Dich denn Dein Schnapp empfangen? Kannte er Dich wieder? Die einliegenden Briefe werden Dich erfreuen, endlich einmal wieder Nachricht. Hat Frau Plate Dir vielleicht den Brief von Erika geschickt? Nun, wir wollen froh sein, zu wissen, dass es ihnen gut geht.
Ob Ihr dort wohl Ruhe hattet in den Festtagen?
Gestern vor acht Tagen warst Du mit Vater im Theater. Nun leb wohl mein Hans, lass Dir's immer recht, recht gut gehen. Mit diesem Wunsch und einem innigen Kuss schließt Deine Mutter
 

Das Buch kostet 13,80 Euro plus Porto- und Versandkosten 1,70 Euro in Deutschland (ins Ausland wird einzeln geprüft)

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