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Viktor von Pressentin gen. von Rautter
(1896 - 1918)


  click Viktor Bertie Cecil Gustav Bernhard Ludwig von Pressentin genannt von Rautter wurde am 8. Mai 1896 in Willkamm/ Ostpreußen geboren.

Vikor war der zweite von vier Söhnen von Christoph Graf Rautter-Willkamm und dessen Frau Berta geborene Fisher (Tochter des britischen Marine-Kapitäns Samuel Fisher). Christoph, der ältere Bruder fiel im Oktober 1914, der jüngste Bruder Friedrich fiel im Juni 1942 - der einzig überlebene Bruder Albrecht starb 1994 im Alter von 95 Jahren.
 

  Nach dem Abitur studierte Viktor von Pressentin ab Ostern 1914 an der Universität Bonn Jura. Bei Kriegsausbruch trat er als Fahnenjunker in das 3. Garde-Ulanen-Regiment ein, dem auch sein älterer Bruder Christoph (siehe Foto unten) und der Vater angehörten. Am 27. Januar 1915 wurde Viktor von Pressentin zum Leutnant ernannt (der Vater zum Major).

Nachdem er als einziger überlebender Offizier seiner Eskadron mit seinen Männern und zwei Kompanien eines hanseatischen Infantrieregiments eine Brücke gegen russische Angriff verteidigt hatte, erhielt er im Dezember 1916 das Eiserne Kreuz 1. Klasse.

Am 01. August 1917 wurde Viktor von Pressentin zum Armee-Flugpark 14 versetzt. Am 24. September kam er zur Flieger-Ersatzabteilung 5 (Hannover) und wurde dort zum Flugzeugführer ausgebildet. Im Januar war er bei der Flieger-Beobachter-Schule in Königsberg, kam im Februar zur Jastaschule. Schließlich wurde er am 11.03.1918 zur Jagdstaffel 59 versetzt, drei Tage später wurde er zur Jasta 4 versetzt. Bei dieser Staffel blieb er bis zu seinem Tod Ende Mai 1918.

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1914: Viktor und sein Bruder Christoph
als Offiziere des
3. Garde-Ulanen-Regiments
 
  Am 31. Mai 1918 war Viktor von Pressentin (Jasta 4) mittags in der Gegend süd-westlich von Soissons/ Frankreich in einen Luftkampf mit französischen Breguet-Bombern (der Staffel Br29) verwickelt. Wahrscheinlich starb von Pressentin infolge eines Angriffes durch S/Lt. Pierre Marinovitch, einem französischen Jagdflieger. Von Pressentin fiel jenseits der Front - nach dem Krieg konnte nicht geklärt werden, wo von Pressentin seine letzte Ruhestätte fand. Er gilt seither als vermisst.    

  Der Stammbaum der Familie von Pressentin geht bis auf das Jahr 1270 zurück. Der Urgroßvater von Viktor und seinen Brüdern heiratete 1833 Auguste v. Rautter und da sie die Letzte ihres Geschlechts war, wurde ihrem Mann und ihren gemeinsamen ehelichen Nachkommen die Ergänzung des Familiennamens 'von Pressentin genannt von Rautter' durch den preußischen König zugestanden. Dem Vater von Viktor und seinen drei Brüdern wurde (1913) der Grafentitel unter dem Namen Graf v. Rautter-Willkamm für den ältesten Sohn verliehen.    

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