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Heinrich Bongartz
1892 - 1946


  Heinrich Bongartz wurde am 31. Januar 1892 als Sohn eines Landwirtes in Walsum (nördlich Duisburg) geboren. Hier besuchte er das Realgymnasium und anschließend das Lehrerseminar. An der Hohenzollern-Schule in Hamborn nahm er seine erste Lehrerstelle an. Vom April 1913 bis April 1914 diente er als einjähriger Freiwilliger beim Infanterie-Regiment 'Freiherr von Sparr' Nr. 16 (Köln, Hacketäuer-Kaserne, Tiefentalstraße).  
  Bei Kriegsbeginn wurde er sofort zum Infanterie-Regiment 'Herwarth von Bitterfeld' Nr. 13 (Münster) einberufen. Im März 1916 wurde er zum Leutnant der Reserve befördert und im Juli zur Feldfliegerabteilung 5 (Hauptmann Krüger) kommandiert. Vom 25. Juli bis 14. September 1916 wurde er bei der Fliegerersatzabteilung 5 (Hannover) und der Militärfliegerschule Hamburg-Fuhlsbüttel in besonders kurzer Zeit zum Flugzeugführer ausgebildet. Herfür erhielt einer 10.000 Reichsmark Prämie. Im November 1916 wurde er dann zur Kampfstaffel 27 im Kampfgeschwader 5 (Kagohl 5) (unter der Führung von Hauptmann Pfeiffer) versetzt. Zu Jahresbeginn 1917 wurde aus dieser Kampfstaffel die Schutzstaffel 9. Bei dieser flog Bongartz bis März. Hier wird Albert Dossenbach auf den sicheren Flugzeugführer aufmerksam und holt ihn in seine Jagdstaffel 36. Zwischen Dezember 1917 und April 1918 führte Bongartz die Jagdstaffel dann selbst. Hier zeichnete er sich als ein erfolgreicher Jagdflieger aus und erhielt am 23. Dezember 1917 den Orden Pour le Mérite direkt aus den Händen des Kaisers. Am 29. April 1918 wurde er schwer verwundet und verlor das linke Auge. Somit war sein Frontdienst beendet. Im Mai 1918 erhielt er das goldene Verwundetenabzeichen (für bis dahin neun Verwundungen). Im Oktober 1918 wurde er zum Oberleutnant der Reserve befördert. Er wurde Leiter der Flugzeugprüfstelle in Berlin-Adlershof und war an der ordnungsgemäßen Demobilmachung der Luftstreitkräfte beteiligt. heinrich bongartz  
  Zwischen den Kriegen war er Leiter des Flughafens Gelsenkirchen, Kunstflieger (u. a. Absturz gemeinsam mit Ernst Udet), Unternehmer, Prokurist. Im Zweiten Weltkrieg wurde er bis zum Oberst der Reserve befördert und an verschiedenen Fronten verwundet. Ende April geriet er in US-amerikanische Kriegsgefangenschaft, aus der er im September 1945 entlassen wurde.  
  Die Versorgungslage war schwierig war. Auf einer 'Hamsterfahrt' zu seiner Schwester ins nahe Rheinberg verstarb er am 23. Januar 1946 an einem Herzinfarkt.  
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