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Paul Oldehaver
(1895 - 1956)


  click Paul Emil Henry Oldehaver
* 14. April 1895/ Hamburg
+ 08. November 1956/ Hamburg

Vor dem Krieg absolvierte er eine Lehre zum Zimmermann.
Am 25. August 1914 meldete er sich freiwillig bei den
Pionieren (Ersatz Pionier-Bataillon Nr. 9).
 
  Paul Oldehaver wechselte 1917 zur Fliegertruppe. In der Zeit vom 08. Oktober 1917 bis 13. April 1918 wurde er bei der Flieger-Ersatzabteilung 14 (FEA 14) in Halle an der Saale zum Flugzugführer ausgebildet.

Am 14. April 1918 wurde er zum Armee-Flug-Park 17 (AFP 17) an die Westfront versetzt.

Am 12. Mai 1918 erfolgte die Versetzung zur Fliegerabteilung 263 (Artillerie) - kurz: FA A 263. Bei dieser Einheit absolvierte er bis zum 17. Juni dreizehn Frontflüge.

Am 17. Juni stürzten Oldehaver (Flugzeugführer) und Eisenmenger (Beobachter) mit ihrem Flugzeug westlich Achiet-le-Petit ab. Oldehaver überlebte schwer verletzt (beide Unterschenkel und ein Oberschenkel waren gebrochen). Zuerst wurde er ins Feldlazarett Beugny und dann ins Feldlazarett Beaumetz verbracht.

Zitat aus dem Kriegstagebuch der FA A 263: '17 Juni. Utffz Oldehaver/Lt Eisenmenger starten zum Einschiessen, begleitet von Vzfw Hansen/Lt Pomme und Sergt Keller/Flg Schuhoff.
Das Einschiessen ist nahezu beendet, da trudelt das Flugzeug Utffz Oldehaver/Lt Eisenmenger plötzlich aus 900 m Höhe ab, ohne sich wieder zu fangen. Das Flugzeug schlägt südwestlich Achiet-le-Petit auf. Über das Schicksal der Besatzung ist zunächst nichts zu erfahren. Nachmittag trifft die gewisse Nachricht ein, dass beide noch leben und im Feldlazarett in Beugny liegen. Obwohl beide schwere innere Verletzungen davontragen haben, besteht die Hoffnung, sie am Leben zu erhalten. Die Abteilung hat damit einen neuen schweren Verlust erlitten. Irgendwelche Gründe für das Abtrudeln sind nicht erkennbar. Unsere Besatzungen werden durch die schweren Verluste der letzen Zeit aber bestimmt auch nicht ruhiger.'

Insgesamt dauerte es drei Jahre, bis er endlich aus der Krankenbehandlung entlassen wurde.
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  Paul Oldehaver mit seiner Ehefrau in den 1920er Jahren Da Oldehaver seinen Lehrberuf nicht mehr ausführen konnte, wechselte er in den Postdienst. Bis zum 20. April 1945 lebte die Familie in Berlin. An diesem Tag verließ sie die stark umkämpfte Hauptstadt des Deutschen Reiches und floh nach Hamburg.  
  Nach dem Krieg war Oldehaver bei der Post in Hamburg tätig, war zuletzt Personalchef vom Postsparkassenamt. Am 8. November 1956 kippt Paul Oldehaver beim Kartenspielen - ohne einen Laut von sich zu geben - vom Stuhl und war tot.

Paul Oldehaver wurde auf dem Friedhof in Hamburg-Rahlstedt bestattet.
Paul Oldehaver 1956  

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