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Heinrich Deilmann
1895 - 1917


  Heinrich Deilmann wurde am 12. November 1895 in Dortmund geboren. Dort ging dort zum Realgymnasium (im Juli 1915 bestand er seine Abiturprüfung - oder: wurde sie im zugesprochen?). Bei Kriegsausbruch meldete er sich freiwillig beim 1. Kurhessischen Feld-Artillerie-Regiment Nr. 11 (Kassel) - daher trägt er links die Uniform eines Feldartillerie-Offiziers.

  Deilmann wurde bei der FEA 6 in Großenhain/ Sachsen zum Flugzeugführer ausgebildet  


  Zwischenlandung bei einem Überlandflug  
 
  Im Anschluss an seine Ausbildung fliegt er - gemeinsam mit seinem Bruder Carl Deilmann (1894 - 1985) an der Ostfront bei einer Feldfliegerabteilung. Später gingen sie gemeinsam zur Kampfstaffel 30 im Kampfgeschwader der Obersten Heeresleitung (Kagohl) 5. Am 30. April nahm er an einem Angriff auf ein französisches Munitionsdepot in Dugny (südl. Verdun) teil. Bei diesem Angriff fielen zwei Staffel-Kameraden: Rainer-Eugen von Beck und Ernst Müller. Deilmanns Beobachter (und eventuell derjenige auf dem Foto neben der Roland C II) war Oberleutnant Schuster. Gemeinsam erzielten Sie an diesem Tag einen Luftsieg. Bei dem Franzosen könnte es sich um MdL Paul Suisse der N3 (Nieuport-Staffel) handeln, der am Folgetag seinen Verwundungen erlag.

Im Sommer 1917 musste er aus gesundheitlichen Gründen (Atembeschwerden) von der Front (der Schutzstaffel 12) abgezogen werden. Nach seiner Erholungszeit bzw. seiner Zeit in der Heimatverwendung wurde er im Spätsommer 1917 zur frisch aufgestellten Fliegerabteilung 302 versetzt. Die Abteilung sollte ihre Verwendung in Palästina finden. Über Serbien, Konstantinopel (heute: Istanbul) und Mersina gelangte die Abteilung nach Aleppo am Mittelmeer. Von dort aus flog er (im Oktober) verschiedentlich nach Zypern zur Aufklärung (für den Fall einer Landung auf dem Wasser führten sie aufgepumpte Autoschläuche als Rettungsringe mit sich - allerdings herrschte in dem Bereich des Mittelmeeres zu der Zeit nahezu kein Schiffsverkehr). Später marschierte die Abteilung weiter nach Damaskus. Ende November 1917 berichtet Deilmann von einem Luftkampf 'über Jerusalem'.

Ebenso wie seine Kameraden Hermann Haken und Hinrich Klatte fliegt er Einsitzer (Albatros D III) und begleitet die Flugzeuge der Abteilung, um diese bei ihrer Aufklärungsarbeit von feindlichen Angriffen zu schützen. Heinrich Klatte fällt Anfang November - und auch Hermann Haken, mit dem Deilmann befreundet ist, findet den Fliegertod am 04. Dezember 1917.
  Die Roland C II (Walfisch) wurde bei der Kampfstaffel bzw. der Schutzstaffel geflogen - bei dem Beobachter (links) könnte es sich um Oblt. Schuster handeln, mit dem er u. a. am 30. April 1916 einen Luftkampf südlich Verdun bestritt.  


  Absturz eines Flugzeuges am 25. März 1917 (ist es ein deutsches Flugzeug?)  
 
  Heinrich Deilmann fiel als Einsitzer-Flugzeugführer der Fliegerabteilung 302 am 12. Dezember 1917 durch RM Drummond und FJ Knowles No 111 RFC, BF A7202. In einem Erinnerungstext ist zu lesen, Deilmann hätte zwei Aufklärungsflieger verfolgt und sei dabei von einem Jagdflieger tödlich getroffen worden. Heute ruht er auf der deutschen Kriegsgräberstätte in Nazareth. Das Bild links zeigt die Trauerfeier für Deilmann, Exzellenz von Falkenhayn nahm an ihr teil.  

  Gräber von (1) Hermann Haken, (2) Heinrich Deilmann und (3) Karl Freiherr von dem Bussche-Streithorst (heute in Nazareth bestattet)  
     
     
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